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"Hugo von Hofmannsthal"

 

"Jedermann" und "Rosenkavalier" - was gilt, was bleibt?
Hugo von Hofmannsthal ein Portrait
ARD Dokumentation, 30 Min. BR
 
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Hugo von Hofmannsthal 1874 - 1929 Max Reinhardt 1873 - 1943 Richard Strauss (1864 –1949) Sein Wohnhaus in Radaun bei Wien Rodaun,  Grüner Salon
 
Kurze Inhaltsangabe:

Aus Anlaß seines 50.Todestages ein Porträt Hofmannsthals mit der Frage, was er uns heute noch bedeutet, der Dichter, der um die Jahrhundertwende die Welt des Todes und des Vergänglichen in seiner Dichtung und in seinen Dramen immer wieder zum zentralen Thema machte. Seine Schauplätze dafür sind das alte Griechenland, Venedig, die Welt des Barock und das Wien des "Fin de siécle".
Auf dem Grab Hofmannsthals die Zeile: "...und mein Teil ist mehr als dieses Lebens schlanke Flamme oder schmale Leier." Bei allem gilt für ihn als Grundfrage die Beziehung "von oben und unten". Das gilt für das Soziale und führt bis ins Religiöse.

Hugo von Hofmannsthal:
1874 1. Februar: Hugo von Hofmannsthal wird als Sohn des Bankiers Hugo von Hofmannsthal und dessen Frau Anna Maria (geb. Fohleutner) in Wien geboren. 1891 Mit dem unter dem Pseudonym Theophil Morren veröffentlichten Drama "Gestern" erregt Hofmannsthal zum ersten Mal Aufsehen in der Öffentlichkeit. Er gilt als "Wunderkind". Erste Begegnung mit Stefan George, in dessen "Blättern für die Kunst" viele seiner Gedichte unter dem Pseudonym Loris veröffentlicht werden.
1892 Hofmannsthal beginnt ein Jurastudium an der Universität in Wien. Das lyrische Drama "Der Tod des Tizian" entsteht. Hofmannsthal verfaßt für Arthur Schnitzlers Drama "Anatol" einen lyrischen Prolog.
1893 Entstehung des Einakters "Der Thor und der Tod".
1894/95 Nach der ersten juristischen Staatsprüfung leistet Hofmannsthal seinen Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger beim Dragoner-Regiment in Göding (Mähren).
1895 Studium der französischen Philologie. Erste Veröffentlichungen in "PAN", einer Zeitschrift des Jugendstils.
1898 Promotion zum Doktor der Philosophie. Mit dem Drama "Frau im Fenster" in Berlin wird zum ersten Mal ein Werk Hofmannsthals im Theater gezeigt. Hofmannsthals Abwendung von der Lyrik hin zum Theater und der Oper führt zu einem Bruch der Freundschaft und Zusammenarbeit mit George.
1899 Das Drama "Das Bergwerk zu Falun" entsteht.
1900 Bekanntschaft mit dem Komponisten Richard Strauss.
1901 Den Plan, einen Lehrstuhl für romanische Philologie zu erlangen, gibt Hofmannsthal nach Einreichung seiner Habilitationsschrift auf. Er verzichtet auf die Habilitation, entscheidet sich damit gegen einen bürgerlichen Beruf und läßt sich als freier Schriftsteller in Rodaun bei Wien nieder. Heirat mit Gertrud Schlesinger. Der Ehe entstammen drei Kinder.
1902 "Ein Brief", der sogenannte Lord-Chandos-Brief, entsteht. Der fiktive Brief des Lord Chandos an seinen Freund, den Philosophen und Naturwissenschaftler Francis Bacon, thematisiert die Sprache als ästhetisches und soziales Problem. Er drückt zum ersten Mal die für die moderne Literatur charakteristische Sprachskepsis aus - ein Thema, das auch Hofmannsthals spätere Komödien bestimmt.
ab 1906 Beginn der Zusammenarbeit mit Strauss.
1909 25. Januar: Uraufführung der Oper "Elektra" in Dresden.
1911 26. Januar: Uraufführung der Komödie für Musik "Der Rosenkavalier" unter Max Reinhardts Regie in Dresden.
1912 25. Oktober: Uraufführung von "Ariadne auf Naxos" in Stuttgart. Die Oper ist als gemeinsamer Dank von Dichter und Komponist an Reinhardt gedacht.
1914 Zu Beginn des Ersten Weltkriegs wird Hofmannsthal mit kulturpolitischen Aufgaben im Kriegsfürsorgeamt betraut. National gesinnte Veröffentlichungen in der "Neuen Freien Presse".
1917 Strauss und Hofmannsthal sind mit Reinhardt und Franz Schalk an der Gründung der Salzburger Festspiele beteiligt.
1920 Hofmannsthal beginnt mit der Arbeit an der zentralen Theaterschöpfung seiner Spätzeit, dem Trauerspiel "Der Turm", von dem in den Jahren 1923 bis 1928 drei Druckfassungen erscheinen. Uraufführung: 4. Februar 1928 am Prinzregententheater in München.
1921 Das Drama "Der Schwierige" entsteht.
1929 13. Juli: Hofmannsthals ältester Sohn nimmt sich das Leben. 15. Juli: Hugo von Hofmannsthal stirbt in Rodaun beim Aufbruch zur Beerdigung seines Sohnes.
1933 1. Juli: Uraufführung der lyrischen Komödie "Arabella", der letzten Zusammenarbeit von Strauss und Hofmannsthal.

 
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