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"Rilke - Rodin"

 

"Rilke - Rodin" Eine Begegnung    -   Beste BR-Produktion 1990 auf der Programmesse der Öffentl.-Rechtl. FS-Anstalten.
ARD Dokumentation, 45 Min. BR / 1PLUS / ARTE / 3SAT
Die Produktion ist bei der Aladin-Film als VHS und als DVD erhältlich
 
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Rainer Maria Rilke Der Kuss Camille Claudel Honore de Balsac Auguste Rodin
 
Kurze Inhaltsangabe:

1902 kommt Rainer-Maria Rilke zum ersten Mal nach Paris. Der Anziehungspunkt für den jungen Dichter ist der 60-jährige Bildhauer Auguste Rodin. Rilke ist von den Skulpturen und dem Wesen des Meisters so fasziniert, daß er ein Buch darüber schreibt und Vortragsreisen unternimmt. Er versteht es, die einzelnen Werke, die er im Atelier bewundert, in seiner dichterischen Sprache in einmaliger Weise zu interpretieren.
Nach Rilkes Beschreibungen entstand der Film an den Wirkungsstätten Rodins: in seinem Atelier in Meudon und im Pariser Rodin-Museum.
Paris

Rainer-Maria Rilke
Rodin, der auch der Lehrer von Clara Westhoff war, soll die prägende Person in Rilkes nächstem Lebensabschnitt werden. Mit dem Auftrag, eine Monographie über den Bildhauer zu schreiben, begibt sich dieser im August 1902 nach Paris. Rodin ist 35 Jahre älter als Rilke, ein etablierter und vielbeschäftiger Künstler. Aber er nimmt sich Zeit für den jungen deutschen Dichter, der noch Probleme mit dem Französischen hat. Rilke ist bald ein regelmäßiger Gast in Rodins Atelier. Der Bildhauer vermittelt ihm sein Kunstverständnis und vor allem seine Arbeitsmoral: "Il faut travailler, rien que travailler, et il faut avoir patience." Die Verschiedenheit der Temperamente belastet jedoch die Beziehung, und so kommt es 1906 zu einem Bruch. Man versöhnt sich im folgenden Jahr, und Rilke wird noch einmal Rodins Sekretär, aber 1907 folgt das endgültige Zerwürfnis.
Zu Zeiten ihrer Freundschaft weist Rodin ihn in die Kunststadt Paris ein. Mit ihrem unerschöpfliches Reservoir an schönen Eindrücken in Museen, Parks und Boulevards versorgt diese den Dichter mit Motiven für seine "Dinggedichte", wie "Das Karussell" oder "Archaïscher Torso Apollos". Rilke veröffentlicht diese Eindrücke in den Bänden Neue Gedichte und "Der neuen Gedichte anderer Teil". Das Paris der Jahrhundertwende ist aber auch eine moderne, anonyme Metropole, an deren Rohheit Rilke zu zerbrechen droht, wie zuvor in der Militärakademie. Das Elend des mechanisierten Großstadtlebens ist ein Hauptmotiv des Romans "Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge".

Auguste Rodin
Der am 12. November 1840 in Paris geborene Künstler, begründete eine Stilrichtung, die man als Impressionismus in der Plastik bezeichnet hat. Die Oberfläche seiner Skulpturen ist weich und bewegt durchformt, so daß ein reiches Spiel von Licht und Schatten malerische Wirkungen erzeugt.
Oft wird der Reiz des Unvollendeten und Torsohaften gesucht, und zuweilen sind die Figuren nur so weit aus dem Block hervorgearbeitet, daß das Wesentliche in Erscheinung tritt. Rodin war zwar dem Neubarock seiner Zeit verpflichtet, aber die stärksten künstlerischen Eindrücke empfing er von Michelangelo.
Er hat in seinen Werken immer neue Möglichkeiten gefunden, seelische Erregungen, wie Lust, Leidenschaft und Verzweiflung, in der Ausdruckssprache des Körpers und ins Allgemeinmenschliche erhoben darzustellen. In den Bildnissen wußte er das Psychische zu erfassen, indem er die nuanciertesten Regungen eines Gesichts wiedergab.

 
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